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Historie

FEUERWEHRHISTORIE
.Ein geschichtlicher Abriss der Feuerwehr Bansleben von 1876 bis heute

.

.Historische Entwicklung der Feuerwehren

Die Bekämpfung eines Brandes und auch die Hilfeleistung bei Unglücksfällen sowie 
bei Notständen übersteigt in vielen Fällen die Kräfte des Einzelnen. Deshalb hatten 
sich schon seit frühen Zeiten die Bewohner einer Ansiedlung bei der Abwehr 
derartiger Gefahren zur Nachbarschaftshilfe zusammengeschlossen. 
Diese Hilfe beruhte zunächst einfach auf Gegenseitigkeit und war nicht organisiert. 
. 
Im Laufe der Zeit wurden jedoch Regelungen getroffen, die jeden Bürger 
verpflichteten, sich bei Feueralarm an der Brandstelle einzufinden und dort Hilfe 
zu leisten. 
War im alten Rom die Nacht- und die Feuerwache in den cohortes vigilum 
zusammengeschlossen, so gab es die ersten eigentlichen Berufsfeuerwehren gegen 
Ende des 17. Jahrhunderts in einigen europäischen Großstädten (Wien, London, 
Paris). Freiwillige Vereinigungen, die durch regelmäßige Übungen versuchten, 
die Brandbekämpfung schneller und wirkungsvoller zu machen, bildeten sich 
erstmals im 19. Jahrhundert. Hieraus entstanden dann später die "Freiwilligen 
Feuerwehren". 
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Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, so 1851 in Berlin, wurden in den größeren Städten, 
in denen der Schutz durch die Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr ausreichte, 
Berufsfeuerwehren eingerichtet. Ausgelöst durch Feuerkatastrophen wie im 
Wiener Ringtheater, bei dem 1881 mehr als 800 Menschen den Tod fanden, 
wurden von Seiten der Feuerwehr sowohl die Anstrengungen hinsichtlich feuer- 
polizeilicher Verordnungen zur Katastrophenvermeidung wie auch hinsichtlich der 
technischen Ausrüstung vorangetrieben. Mussten in manchen Städten die Tank-,

Pumpen- und Leiterfahrzeuge noch bis in die ersten Jahrzehnte des 20. 
Jahrhunderts von Pferden zum Einsatzort gezogen werden, so gab es doch schon 
seit dem 19. Jahrhundert selbst fahrende Dampfmaschinen, die am Einsatzort ihren 
Fahrantrieb in einen Pumpenantrieb umschalten konnten. 
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Diese komplizierten und störungsanfälligen „fahrenden Ungetüme” wurden jedoch 
mehr und mehr von motorbetriebenen Feuerwehrfahrzeugen abgelöst, die ihre 
Motorkraft am Einsatzort sowohl zum Betreiben der Wasserpumpen als auch zur 
Betätigung der ausfahrbaren Drehleitern verwenden konnten (bereits 1888 hatte 
Gottlieb Daimler sein Patent für eine „Feuerspritze mit Motorbetrieb” erhalten). 
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Fahrsicherheit spielte die 
Entwicklung der Feuerwehrfahrzeuge für den Bereich der Lastkraftwagen eine 
ähnliche Rolle wie der automobile Rennsport in früheren Jahrzehnten für die 
Entwicklung der Personenkraftwagen. 
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Die Freiwilligen Feuerwehren waren bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in der 
Mehrzahl nicht rechtsfähige Vereine. 1938 erhielten die Vereine "Feuerwehr" einen 
öffentlichen Status. Im Zuge dieser Umorganisation wurden u. a. deren Aufgaben 
und die Finanzierung der erforderlichen Ausrüstung gesetzlich geregelt. 

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."Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr": Historie der Feuerwehr Bansleben

 

Verfasst vom stellvertretenden Ortsbrandmeister B. Schiller anlässlich des 
125-jähigen Feuerwehrjubiläums im Jahr 2001

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" 
Unter diesem Leitspruch fanden sich im Jahre 1868 die ersten Männer für einen 
freiwilligen Feuerwehreinsatz zusammen. In diesem Jahr wurde auch eine 
Feuerwehrspritze nebst Geräten beschafft. Ein Spritzenführer wurde gewählt und 
von der Gemeinde entlohnt.

Im Jahre 1876 war die Wehr in Bansleben 8 Mann stark. Am 9. April d. J. gab sich 
der Schöppenstedter Amtsfeuerwehrverband die erste Satzung. Da die Bansleber 
Wehr diesem Verband angehörte und der Satzung zustimmte, gilt das Jahr 1876 als 
offizielles Gründungsjahr. 
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In der Gründungsurkunde sind die Männer der ersten Stunde aufgeführt. Es waren 
der Ackermann Heinrich Sante, der Schneidermeister August Brandes, 
der Gemeindebäcker Friedrich Körtje, der Arbeiter Fritz Günther, der Arbeiter 
Hermann Sander und der Ackermann Hermann Meier. 

Die Jahre 1877 - 1905 
Von den 6 Gründungsmitgliedern im Jahre 1875 stieg die Zahl der Mitglieder bis 
zum Jahre 1905 auf 23 Männer an. Kameradschaft wurde gepflegt, Idealismus 
und Gemeinschaftsdenken standen im Vordergrund. Bei den schmalen Kassen- 
verhältnissen war dies auch nötig, zumal der Wehr in diesem Jahr ein Jahresetat 
von 30 Mark bewilligt wurde. Als der damalige Zugführer Sante beim Gemeinderat 
die Anschaffung von Feuerwehrjoppen beantragte, beschloß der Rat, diesem 
Antrag stattzugeben, dafür aber den jährlichen Zuschuß für die Feuerwehr auf 
15 Mark zu senken. Im damaligen provisorischen Spritzenhaus wurden 3 Hanf- 
schläuche a 10 lfd. Meter, Feuereimer und 2 Hanfschläuche a 12 lfd. Meter 
aufbewahrt. 

Die Jahre 1906 - 1919 
Es gibt nicht viel Unterlagenmaterial aus dieser Zeit. Die fortlaufend geführte 
Stammrolle zeigt, daß bis zum Kriegsjahr 1914 noch 6 Männer zur Wehr fanden, 
während des 1. Weltkrieges nur noch zwei. Geschwächt war die Feuerwehr durch 
die zum Kriegsdienst Eingezogenen. 

Die Jahre 1920 - 1930 
Trotz, ja vielleicht gerade wegen der schlechten Wirtschaftslage war dieses 
Jahrzehnt eine sehr aktive Zeit der Bansleber Brandbekämpfer. 21 neue Männer 
stiessen zur Feuerwehr. Für die Kameraden wurde - für den Fall eines Einsatzes - 
ein Stundenlohn festgesetzt. 50 mtr. neue Schläuche wurden beschafft, außerdem 
erhielten die Kameraden neue Feuerwehrröcke. Mit der Einführung der Rentenmark 
normalisierten sich die Zeiten wieder halbwegs. Das Feuerwehramt Schöppenstedt 
beschaffte eine Automobil-Motorspritze, die Gemeinde Bansleben beteiligte sich mit 
700 Mark. 
Für die Jahre 1925 und 1926 wurde der Ortsfeuerwehr ein jährlicher Betrag von 
150 Mark, ein Jahr später von 200 Mark bewilligt. 1926 fasste die Gemeinde den 
Beschluß, einen neuen 15 Meter hohen Schlauchturm zu bauen. 

Die Jahre 1931 - 1940 
Wie uneigennützig und sozial eingestellt unsere Wehr zu Werke ging, zeigt ein 
Vorfall aus dem Jahre 1931. Die Spritze wurde vorübergehend auf dem Ziegenbein- 
schen Grundstück untergestellt, nur um einem arbeitslosen Dorfbewohner die 
Möglichkeit zu geben, sein Holz im Spritzenhaus unterzubringen. 
Aus einer im August 1936 stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung 
verdienen zwei Besprechungspunkte der Erwähnung: 
1) Die Satzung des Reichsfeuerlöschgesetzes wurde angenommen. 
2) Für den ausgeschiedenen 1. Zugführer Sante wurde der bisherige Spritzenführer 
Walter Föniger als Brandmeister gewählt. 
Nach einem Gesetz vom 23.11.1938 wurden alle Feuerwehren als Hilfspolizeitruppe 
verpflichtet. 

Die Kriegsjahre 1940 - 1945 
Die Betrachtung der Stammrolle zeigt, daß in den Kriegsjahren die Wehr in Bansleben 
auf ihre "Alten" angewiesen war. Ganze 3 Männer kamen neu hinzu. 
Dann aber wurde es Ernst. Im Dienstbuch des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr 
offenbahrt sich der ganze Schrecken des Krieges auch für die Zivilbevölkerung. 
Da ist von Einsätzen "bei Terrorangriffen" auf Braunschweig, Wolfenbüttel, Vahlberg 
und Berklingen die Rede. Jeweils 12 bis 16 Männer der Freiwilligen Feuerwehr 
Bansleben leisteten bis zu 18 Stunden ihren schweren Dienst, bestehend aus 
Löscharbeiten, Trümmerbeseitigung und Brandwachen.

Der schweren Zeit entsprechend waren auch die Bräuche streng. 
So wurde ein Truppmann der Banslebener Feuerlösch-Hilfspolizei wegen unent- 
schuldigten Fernbleibens beim Katastropheneinsatz am 14.1.1944 mit 100,- 
Reichsmark Geldstrafe belegt. Der damalige Bürgermeister schreibt dazu: 
"Im Weigerungsfalle behalte ich mir weitere Schritte vor", gestattet aber die 
Bezahlung der Strafe in 12 Raten. 

Für die Zeit von 1945 - April 1948 finden sich keinerlei Aufzeichnungen. 
Sicherlich verständlich und verzeihlich in Anbetracht des Erlebten. 

Die Jahre 1948 - 1965 
Am 29.12.1951 brach ein Brand auf dem Häckselboden des Bauern Gehrs aus. 
Er wurde so gut gelöscht, daß der Betroffene 30,- DM als Anerkennung für die Wehr 
spendete. Feuerwehr und Gemeinde einigten sich darauf ein neues Spritzenhaus zu 
bauen. Der Baumeister Sötter aus Schöppenstedt erhielt den Auftrag und 
erstellte 1952 für 7218,15 DM ein neues Gerätehaus. 
1952 war es auch, als sich die Wehr an der Bezirksübung in Ampleben beteiligte 
und den 1. Platz errang. 
In dieser Zeit kam die Idee auf, eine Wettkampfgruppe zu gründen. 
1956 wurde beschlossen, einen kleinen Ford für auswärtige Übungen zu 
beschaffen. 
1957 erarbeitete man eine neue Satzung und legte sie dem Gemeinderat vor. 
Die dürftige Ausrüstung wurde bemängelt und der Gemeinderat gebeten, 
für Abhilfe zu sorgen. Bei allen diesen Aktivitäten kam es dann auch einmal zu 
Spannungen zwischen dem Gemeinderat und der Wehr. 
Im Februar 1959 wurde nach einer bereinigenden Aussprache zwischen Gemeinderat 
und Brandmeister Föniger der Beschluß gefasst, ein Feuerlöschgerät TS 8 zu 
beschaffen. Das Gerät mit VW-Motor wurde dann 1960 auch gekauft und bei der 
Bezirksübung in Kneitlingen durch die nun bestehende Wettkampfgruppe so gut 
eingesetzt, daß der 3. Platz erreicht werden konnte.

Neuaufnahmen in den Jahren 1960/61 brachten frisches Blut. Ausbildungsangebote 
wurden genutzt und die Ausrüstung der Wehr wurde erneuert und ergänzt. 
1962/63 beteiligte sich die Wehr mit der Wettkampfgruppe an Kreis-, Bezirks,- 
Alarm und Großübungen, belegte in Schöppenstedt wieder einmal einen 1. Platz, 
beschloß Verbesserungen im Alarmsystem, fertigte in Eigenarbeit ein Schlauchregal 
im Spritzenhaus und mußte sich schließlich mit der Nachfolge des Brandmeisters 
Föniger befassen. In der Ratssitzung am 3.4.1963 würdigte der damalige 
Bürgermeister Jeschke die großen Verdienste des Gemeindebrandmeisters Föniger. 
Der Gemeinderat beschloß einstimmig, den von der Freiwilligen Feuerwehr als 
Nachfolger vorgeschlagenen Landwirt Heinz Sante zum Gemeindebrandmeister 
zu ernennen.

1964 wurden neue Schläuche und neue Uniformröcke beschafft. 
In Sambleben bekämpfte man einen Großbrand auf dem Rittergut. 
Walter Föniger wurde Ehrenbrandmeister.

1965 sprach sich der Rat für den Kauf eines gebrauchten Fahrzeuges aus, 
und zwar ein 1,5-Tonner Opel Blitz von der Hastra zum Preis von 206,- DM. 
Die Kameraden rüsteten im gleichen Jahr das Fahrzeug in Eigenarbeit zum 
Feuerwehrfahrzeug um und ersparten der Gemeinde Ausgaben von ca. 16000,- DM. 

Die Jahre 1966 - 1976 
In den darauffolgenden 10 Jahren des Bestehens der Bansleber Feuerwehr war die 
Wettkampfgruppe bei Unterkreis-, Kreis- und Bezirkswettkämpfen sehr erfolgreich. 
Mehrfach wurden 1. Plätze errungen. Großbrände in Sambleben 1966 und Eilum 
1968 wurden bekämpft. 
Ehrenbrandmeister Föniger verstarb 1970.

Aufgrund vieler Neueintritte gründete sich 1972 eine Jugendgruppe, die bei einer 
Leistungsfahrt gleich den 1. Platz und eine Goldplakette mitbringen konnte. 
Diese schon 15-17-jährigen Jugendlichen bildeten nur kurze Zeit die Jugendwehr, 
da sie allesamt nach dem ersten Jahr praktischen Dienstes in die akive Wehr 
wechselten. Zu dieser Zeit konnte Bansleben zeitweise mit zwei Wettkampfgruppen 
bei den Wettkämpfen antreten. Als dann 1975 der große Heidebrand wütete, 
beorderte auch Bansleben einige seiner jungen Kameraden zur Unterstützung. 
Inzwischen gab es ein anderes gebrauchtes Fahrzeug - wieder ein OPEL Blitz - 
von der Freiwilligen Feuerwehr Börßum.

1976 feierte die Wehr dann ihr 100-jähriges Bestehen. 

Die letzten 25 Jahre 1977-2001 
Auch nach dem 100-jährigen Bestehen waren die Kameraden der Wehr wieder in 
gemeinnützige Arbeiten im Ort eingebunden, so z. B. beim Einbau neuer Fenster in 
das Dorfgemeinschaftshaus, der Unterstützung diverser Kinderfeste sowie bei der 
875-Jahr-Feier von Bansleben. Nicht nur verstopfte Abwasserleitungen wurden 
auf Bitten der Gemeinde durchgespült, auch Blutspende-Termine organisierten 
die Kameraden. Selbst dem Pastor wurde bei seinen Erntedankfeiern unter die 
Arme gegriffen. Für die Schöppenstedter Wehr führte man Personentransporte 
ins Zeltlager und Verkehrsregelungen bei Radrennen durch. 
1979 wurde die Kameraden zu einem größeren Einsatz gerufen. Durch starken 
Schneefall verstopfte der Graben zur Bahnlinie und das zurückgestaute Wasser 
floß in die Keller. Darauf folgende Regenfälle verschlimmerten die Situation. 
Die Feuerwehrmänner waren den ganzen Tag damit beschäftigt, den Graben 
freizuschaufeln, damit das Wasser abfließen konnte. Außerdem mußten Keller 
leergepumpt werden. 
Brandeinsätze gab es innerhalb von Bansleben nur eine Hand voll: 
Es waren der Küchenbrand 1981 in der Kuckucksmühle, der Fettbrand 1984 
bei Familie Schleicher, ein Böschungsbrand 1990 am Olla und ein Papiercontainer- 
brand im Jahre 1991. 
Bei den Großbränden auf dem Reiterhof Schliestedt 1992 oder dem Kirchturmbrand 
in Schöppenstedt 1999 wurde die Wehr zum Wassertransport bzw. als "Reserve" 
eingesetzt.

Für die Suche einer vermissten Person am Olla forderte man die Kameraden 
während ihrer Jahreshauptversammlung 1994 an. Wegen eines entlaufenen Kindes 
durchkämmten die Bansleber Feuerwehrleute 1998 den Elm bei Eitzum. 
Häufiger alarmierte man die Männer, wenn Ölspuren auf der Ortsdurchfahrt 
abzustreuen waren oder Öl auf dem Sauerbach bzw. der Altenau beseitigt werden 
mußte.

Die guten Platzierungen bei Wettkämpfen wie in den 60er und 70er Jahren konnten 
auch in den letzten beiden Jahrzehnten gelegentlich wiederholt werden. 
Bansleben - so kann man behaupten - ist eine gute Wettkampfwehr, die auch mal 
ohne viel Übung vorne mitmischen kann.

Wer kräftig arbeitet darf auch feiern: Was in den 70er und 80er Jahren die 
Winzer- bzw. Altbier- und Kostümfeste waren, das sind seit 1990 die Dorffeste. 
Hierzu kam es, als man merkte, daß sich für Feuerwehr und Gesangverein ein 
eigenes Fest nicht mehr lohnte. Traditionell waren Feuerwehr und Männergesang- 
verein immer schon verbunden, so bei den vielen Himmelfahrts- und Braunkohl- 
wanderungen oder den Weihnachtsfeiern.

Besonders dankbar ist man den Frauen, die seit dem 110-jährigen Feuerwehr- 
jubiläum 1986 immer sehr originelle Vorführungen einstudierten und zu den 
jährlichen Festen aufführten. Sie waren es auch, die zusammen mit anderen 
Vereinen die Teilnahme an dem Abend "Ein Dorf stellt sich vor" vorantrieben. 
Diese Vorstellung des Bansleber Dorflebens in der Eulenspiegelhalle im Februar 1998 
war ein voller Erfolg.

Nicht zu vergessen ist auch das Osterfeuer, daß die Wehr seit vielen Jahren 
veranstaltet und betreut und das bei den Besuchern immer gut ankommt. 
Die Freiwillige Feuerwehr hat in den vielen Jahren nicht nur Brände gelöscht sondern 
wurde auch zu einer Art Mittelpunkt des dörflichen Lebens.

Seit 1979 verbindet die vier Ortswehren der Gemeinde Kneitlingen eine Partnerschaft 
mit der Feuerwehr Döbriach in Österreich. Im 2-3-jährigen Rythmus besuchen 
sich die Kameraden gegenseitig. Viele schöne Stunden wurden miteinander verlebt. 
Für die Feuerwehr-Frauen und andere Interessenten veranstaltete die Wehr 
zusammen mit dem DRK mehrfach 1.-Hilfe-Kurse. Durch Tage der offenen Tür 
versuchten die Kameraden das Interesse der Öffentlichkeit an der Feuerwehr zu 
wecken.

1986 übergab Ortsbrandmeister Heinz Sante das Kommando an Hans-Joachim 
Meyer. Bereits 1987 rief dieser eine Jugendwehr ins Leben. Im Gegensatz zu der 
Gründung von 1972, waren diesmal neben Jungen auch Mädchen beteiligt, und das 
nicht nur aus Bansleben, sondern ebenso aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde 
Kneitlingen. 
Einige der Kinder verließen die Jugendwehr bald wieder, andere kamen hinzu und 
so konnte zeitweise keine komplette Gruppe erstellt werden. Daher schloß man 
sich für die Wettkämpfe mit Winnigstedt zusammen. Momentan kommen die jungen 
Feuerwehrleute ohne die Unterstützung der Winnigstedter aus. Wer gute Arbeit 
leisten will, muß vernünftig ausgebildet sein. Daher besuchten die Kameraden 
Lehrgänge in Schladen und Celle. Allgemeine Kenntnisse im Feuerlöschwesen erhielten 
die Kameraden bei den zahlreichen Grundlehrgängen. Einige Feuerwehrleute nahmen 
auch an der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger teil, obwohl die Wehr keine 
eigenen Pressluftatemgeräte besitzt. Für interne Schulungen bzw. Versammlungen 
stand und steht der Wehr das Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung.

Anfang der 80er Jahre hielt der Fortschritt Einzug. Das Fahrzeug erhielt eine 
Funkanlage, die allerdings zu Beginn mehr schlecht als recht lief. Erst nachdem die 
Elektrik des Autos von 6 auf 12 Volt umgerüstet wurde, funktionierte der Funk 
zufriedenstellend. 
Ein regelmäßiger Sirenen-Probealarm wurde eingeführt, die Kameraden erhielten 
orange leuchtende Einsatzanzüge. Das Feuerwehrgerätehaus wurde mit einem Regal 
für Ausrüstung ausgestattet, ein neues Holztor, sowie eine Bodentreppe und neue 
Fenster wurden eingebaut. Durch die Übernahme der Wasserversorgung durch die 
Hastra bzw. Avacon brauchte die Wehr keine Hydrantenüberprüfungen mehr 
durchführen. 
1994 war es dann wieder soweit, daß die Bansleber Brandbekämpfer ein anderes 
Fahrzeug übernahmen, diesmal einen gebrauchten Mercedes LF 8 von den 
Schöppenstedter Kameraden. 
Vom alten "Blitz" trennten sich die Kameraden ungern, immerhin war er fast 20 Jahre 
treuer Begleiter der Wehr. Um ihm das Schicksal des Schrottplatzes zu ersparen, 
vermittelte Bernd Schiller das Fahrzeug an einen Oldtimer-Liebhaber in der Nähe von 
Nienburg. Dieser restaurierte das Fahrzeug wieder. Einen alten Bauwagen rüsteten 
die Kameraden eigenständig zu einem Verkaufswagen um.

1997 wurde Bansleben an die Gasversorgung angeschlossen, hierauf mußten sich 
die Kameraden auch in Hinblick eines Brandes einstellen. Seit einiger Zeit stehen 
der Wehr auch Handfunkgeräte zur Verfügung. 
2001 Und im 125sten Jahr gibt es nun auch endlich eine Toilette im Feuerwehr- 
gerätehaus. Bei diesem überwiegend in Eigenarbeit durchgeführten Umbau wurden 
zusätzlich zwei Außenwände isoliert und eine Dachhälfte neu gedeckt. In den letzten 
zwei Jahrzehnten fanden noch 17 Männer zur Feuerwehr. Leider verliessen auch viele 
wieder die Wehr, sei es wegen Umzug, Krankheit oder aus anderen Gründen. 
Im letzten Jahr verstarb unser langjähriger Brandmeister Heinz Sante. 
Einschließlich eines weiblichen fördernden Mitgliedes zählt die Freiwillige Feuerwehr 
Bansleben momentan 31 Mitglieder.

Es steht fest, daß es zukünftig schwer sein wird, neue Mitglieder zu gewinnen. 
Zu viele andere Aktivitäten werden von den jungen Leuten bevorzugt. Trotzdem 
sind alle Kameraden zuversichtlich, daß es mit der Bansleber Wehr weitergehen 
und sie weiterhin ein wichtiger Teil des dörflichen Lebens sein wird. 
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Foto oben: 125-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Bansleben im Jahr 2001

Samstag, 18. November 2017

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