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Unser Leitbild

 LEITBILD DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR
.Teamgeist, Zugehörigkeit und Motivation
.Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr

Zur freiwilligen Feuerwehr zu gehören bedeutet Zusammengehörigkeitsgefühl,  das Gefühl, Teil eines Teams zu sein. Bei funktionalen Aufgaben werden ausnahmslos mehrere Arbeitskräfte benötigt; bei der Feuerwehr handelt so gut wie niemand allein.

Andererseits ergibt sich die Feuerwehrtätigkeit aus den Fertigkeiten von Individuen, die sich zu Mannschaftsfertigkeiten verbinden. Die Sicherung des eigenen Lebensumfeldes im Rahmen einer Feuerwehrgemeinschaft ist aus individueller Sicht motivierend und vernünftig – nutzbringendes Handeln in der Freizeit. Ein Ziel der Feuerwehrtätigkeit ist die Erziehung des Individuums weg von eventueller Ichbezogenheit hin zum Handeln in der Gruppe.

Als Ergebnis der Tätigkeit freiwilliger Feuerwehren werden gesellschaftlich relevante Werte, wie z.B. die Erhaltung des Kulturerbes und der Umwelt, auch von Ehrenamtlichen gesichert. Im Rahmen der Feuerwehrtätigkeit werden Grundfunktionen der Wohlstandsgesellschaft ausgeführt, mit deren Hilfe neben der sog. operativen Tätigkeit gleichzeitig unter anderem Menschlichkeit und Geborgenheitsgefühl gewahrt und gepflegt werden.

Bei der Jugendarbeit der Feuerwehr werden Geschicklichkeit, soziale Fertigkeiten, die Entwicklung von Eigeninitiative und die Stärkung des Selbstbewusstseins von einer Generation zur anderen weitergegeben. All diese gehören ganz wesentlich zu den Maßnahmen der sozialen Einbindung von Jugendlichen.

Die freiwillige Feuerwehrtätigkeit hat vor allem in dünn besiedelten Gebieten hinsichtlich der Lebensfähigkeit von Dörfern oder Siedlungsgemeinschaften eine wichtige Aufgabe. Eine aktive Feuerwehr organisiert Veranstaltungen und bringt auf diese Weise die Bevölkerung zusammen; ihre Räumlichkeiten fungieren oft als Versammlungsort und als dörfliche Landmarke. Sie arbeitet wirtschaftlich optimal, funktional sinnvoll und nahe am Menschen.

Im besten Fall bedeutet freiwillige Feuerwehrtätigkeit auch einen fairen Wettkampf zwischen verschiedenen Feuerwehren z.B. bei Feuerwehrwettkämpfen. 
 

.Unser Leitbild

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.Die Freiwillige Feuerwehr Bansleben ist ein Teil der Gemeinde Kneitlingen in der 
Samtgemeinde Schöppenstedt. 
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.Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte in 
außergewöhnlichen Situationen. 
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.Unser Ziel ist die Abwehr von Gefahren in unsererm Ort. 
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.Wir versehen unsere Arbeit als bedarfsorientierte Teamleistung. 
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.Dieses Ziel erreichen wir durch Motivation, Aufgeschlossenheit und Fachkompetenz. 
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.Das Team Feuerwehr hat die Fachleute mit der technischen und rettungsdienst- 
lichen Kompetenz bei Bränden, Unglücksfällen, Notständen und Katastrophen. 
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.Das Team Feuerwehr leistet einen wesentlichen Beitrag zur Schadensverhütung 
durch vorbeugenden Brand- und Umweltschutz sowie Beratung und Schulung. 
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.Das Team Feuerwehr garantiert hohe Sicherheit - rund um die Uhr. 
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.Das Team Feuerwehr sichert durch ständiges Training seine Leistungsfähigkeit. 
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.Das Team Feuerwehr erreicht Zufriedenheit und Vertrauen bei den Menschen durch
die Qualität seiner Arbeit. 
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.Das Team Feuerwehr stellt den Menschen in den Mittelpunkt seines Denkens und 
Handelns als Voraussetzung für den Erfolg. 
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.Rahmenbedingungen für die freiwillige Feuerwehrtätigkeit

Die Feuerwehrtätigkeit ruht auf den drei Pfeilern:

.Personal, Ressourcen und Motivation.

Dieses Fundament kann durch das allen Feuerwehrleuten bekannte Dreieck symbolisiert werden, in dem brennbares Material, Sauerstoff und Wärme eine Kettenreaktion auslösen.

Motivation, Personal und Ressourcen sind untrennbar miteinander verbunden. Fehlen oder Schwächung eines dieser Pfeiler kann nicht durch die Stärkung eines anderen ersetzt werden: Eine Vermehrung der Ressourcen kann bespielsweise nicht ein Motivationsdefizit ausgleichen, so wie erhöhte Wärme bei einem Brand nicht einen Sauerstoffmangel kompensieren kann.

.Motivation  
Die auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhende Feuerwehrtätigkeit ist eine (hobbymäßige) Tätigkeit, die vom individuellen Einsatz abhängt und im Allgemeinen außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit, in der Freizeit stattfindet, aber trotzdem mit jeder beliebigen Dienstaufgabe vergleichbar ist. Um eine Person dazu zu motivieren, ihre Freizeit zu ”opfern” oder aus dem oft breiten Hobbyangebot gerade die Feuerwehrtätigkeit zu wählen, muss zumindest ein Teil der folgenden Bedingungen erfüllt sein:

• Die Tätigkeit ist interessant, 
• sie verschafft Befriedigung (u.a. das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe), 
• sie ist für die Person selbst oder für andere von Nutzen, 
• sie fußt auf Traditionen (in der Familie, der Gemeinschaft), 
• sie ist von wirtschaftlichem Nutzen. 
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.Personal

Der zweite Grundpfeiler einer funktionstüchtigen Feuerwehr ist das Personal. Für die Aufrechterhaltung ihrer Tätigkeit reicht Hilfsbereitschaft oder ein anderer Motivationsanreiz allein nicht aus. In der Feuerwehr ist ganz besonders auf das Wohlbefinden des Personals zu achten. Es muss ständig rekrutiert werden, es muss eine funktionstüchtige Jugendabteilung geben und einen Plan, wie immer wieder neue Mitglieder gewonnen werden können. Die Kontrolle von Umfang und Niveau des Personals muss überregional geplant und dirigiert werden.

Die Feuerwehrausbildung muss aufstiegsorientiert sein, ein passendes Anspruchs- niveau haben und die Bedürfnisse des Personals berücksichtigen. In der freiwilligen Feuerwehrtätigkeit sind veränderte Führungsmodelle in operativer, Personal- und Vereinsführung vonnöten, was von den Führungskräften gute berufliche Qualifikationen und Kenntnis des eigenen Personals verlangt.

In Feuerwehren mit Vereinsstruktur darf nicht vergessen werden, dass die Aufgaben des Personals ehrenamtlicher Natur sind und dass für ihre Erfüllung die gemäß den Bedürfnissen des Personals jeweils geeignetste Person gewählt wird. Diese ist dabei aber nicht unbedingt immer die für die betreffende Aufgabe kompetenteste. Deshalb muss es in jeder Feuerwehr für die verschiedenen Aufgaben genügend ausgebildetes Personal geben. Außerdem müssen Rekrutierung, Einführung, Ausbildung und Einbindung zu einem ständigen Prozess werden. 


.Materielle Ressourcen

Der dritte Grundpfeiler einer funktionstüchtigen Feuerwehr sind die materiellen Ressourcen. Ohne Schutzausrüstung, Fahrzeug- und Gerätepark sowie geeignete Räumlichkeiten kann sie nicht funktionieren. Viele Feuerwehren haben sich die Mittel für ihren Fahrzeug- und Gerätepark ganz oder zum Teil mit Hilfe freiwilliger Gemeinschaftsarbeit beschafft. In vielen Fällen ist auch die jeweilige Kommune an der Finanzierung mit beteiligt.

Zweckmäßige persönliche Schutzausrüstung, ein funktionstüchtiger Fahrzeug- und Gerätepark sowie geeignete Räumlichkeiten haben einen großen Einfluss auf die Motivation der Feuerwehrleute. Die persönliche Schutzausrüstung muss in allen Feuerwehren die gleichen Mindestanforderungen erfüllen und ihre Beschaffung muss zu den Aufgaben des regionalen Rettungsdienstes gehören. Alle materiellen Ressourcen müssen unabhängig von der Organisationsform der Feuerwehr auf den regionalen Bedarf zugeschnitten sein, d.h. sie müssen dazu beitragen, dass die jeweilige Feuerwehr die an sie gestellten Anforderungen erfüllen kann.

Bei der Stationierung der Fahrzeug- und Geräteparks in den verschiedenen Feuerwehren der Region spielt die Motivierung des Personals eine große Rolle. Wenn nämlich die neuesten Geräte entsprechend des Gefahrenaufkommens immer in den großen Ortschaften oder an anderen risikogefährdeten Orten stationiert werden und nur in Berufs- statt in freiwilligen Feuerwehren, wirkt sich das negativ auf die Motivation letzterer aus. Der Einsatz von gebrauchten Fahrzeugen und anderen Geräten ist begründet, wenn diese weiterhin funktionstüchtig sind. Die Wirkung, die neue Fahrzeuge und Geräte auf eine Steigerung der Handlungsmotivation haben, muss jedoch in jedem Fall berücksichtigt werden. Wenn die ausgedienten Ressourcen immer von den zentralen Standorten an die abgelegenen Gebiete weitergereicht werden, kommt es zu einer Beeinträchtigung der Motivation.

Der regionale Rettungsdienst muss dafür sorgen, dass den freiwilligen Feuerwehren Räumlichkeiten und Gelände zur Verfügung stehen, die bezüglich ihrer Größe und ihres Zustands den Anforderungen für Übungen, Ausbildungsveranstaltungen etc. entsprechen. 
 

.Feuerwehr und Öffentlichkeit

Auch die Anerkennung der Leistungen einer Feuerwehr in der breiten Öffentlichkeit spielt eine große Rolle. Die Feuerwehr, eine zeitgemässe und für den Einsatzfall modern ausgerüstete "Dienstleistungsorganisation", kommt heutzutage in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. So waren nach Angaben des Nieders. Landesfeuerwehrverbandes im Jahr 2001 rund 130.132 Mitglieder in Freiwilligen Feuerwehren organisiert.

Zudem bestätigen diverse Meinungsforschungsinstitute und Studien die Annahme, dass die freiwillige Feuerwehrtätigkeit bei befragten BürgerInnen für sehr oder ziemlich bedeutsam gehalten bzw. geschätzt wird. 
 

.Das Feuerwehrwesen in Verbindung mit Feuerwehrtradition

Das freiwillige Feuerwehrwesen ähnelt den ursprünglichen Tätigkeitsformen noch immer denen von vor über hundert Jahren. Obwohl die moderne Gesellschaft um ein Vielfaches mehr an Sicherheit bieten kann und die freiwillige Feuerwehr sich von der rein operativen Tätigkeit mehr in Richtung Aufklärung und Information entwickelt hat sowie in zunehmendem Maße auch Jugend- und Sozialarbeit betreibt, haben sich dieGrundwerte stabil gehalten.

Zu diesen zählen:

.Teamgeist, soziales Engagement, Nächstenhilfe und Geschicklichkeit.

Unter geschickter Anwendung dieser Grundwerte wird es auch in der Zukunft möglich sein, den Zusammenhalt, die gemeinsamen Interessen und den Gemeinschaftssinn einer ganzen Gruppe aktiv zu fördern.

Montag, 20. November 2017

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